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Archiv für den Monat November 2022

aber im ganzen Treppenhaus mal wieder kein Licht


Vor dem Kellerloch der Gespinstschimmer

einer weggeschippten Fuhre Eierkohlen noch von heut Morgen

die wegzukehren die müde Frau Wiegand wie immer vergisst


Ein paar schwanke Schatten auf der Hauswand

gehen wir in kleiner Kolonne und verhunzen tapfer

noch die simpelsten Liederzeilen


Laterne Laterne


und Dieter der seine noch im Torweg abfackelt

und das an der ersten Tür gesammelte Süßzeug

gleich selber frisst


Die Nacht wird schwarz wie der Busch der Schornsteinfegerwitwe

verspricht uns Herr Schmitz, dass ich lerne

wie die Schamesröte heiß wie unsere

auf den Straßenbahnschienen

geplätteten Pfennige ist


So reicht auch das Geringste bisweilen für ein Befunkeln der Welt

Ein Mond aus Transparentpapier

ein bisschen verkokelter Blattzinn und der strahlende Rest

von vor Zeiten verglühten Laubsägesternen –

aus dem Gefüge im Weltdunkel

das Zwinkern eines Fahrradrücklichts

mehr braucht es nicht


Und dann stolpere ich

auch noch gegen Monas Mutter treffen mich

ihr Mantelschwung eine Duftschwinge

und ihr freudeerhitztes Gesicht –

und wie alles teilen?