(Lust und Gefahr am Text)

Beinahe jedes mal, wenn ich mich von der Arbeit an der Erzählung ab- und etwas anderem zuwende, habe ich die Idee gleich dümmer zu werden.

Allein der Raum der Erzählung hält mich in einem zwar lockeren (eben noch längst nicht in allem zu Ende gedachten / gebrachten), dabei aber stringenten Zusammenhang, den es da draußen (wo es zwar um so viel mehr geht, das aber so über-besetzt ist wie unter-konnotiert bleiben muss) so nicht gibt.

Und mit dabei wirken natürlich alle möglichen persönlichen Aspekte, bis zur Vorstellung von einem Ideal, von dem ich mir zumindest einbilden kann, es zu gestalten und es so ein wenig mitzubeherrschen – oder sie, die Erzählung, sogar als Abgeschlossensein bewahren zu können vor den Einflüssen einer je widrigen oder ignoranten Welt.

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(Dazu als Fußnote: „Jede ideologische Aktivität präsentiert sich in der Form kompositionell abgeschlossener Aussagen.“ Noam Chomsky,
oder, in der Umkehrung: „Jede abgeschlossene Aussage läuft Gefahr, ideologisch zu sein.“ Julia Kristeva nach Barthes)

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1 Kommentar
  1. Witzig: Vor ein paar Minuten hatte ich einen mehr gefühlten Eindruck was Ideologie ist (ausmacht); und nun lese ich das sehr präzise in der Fußnote gefasst.

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