Zeitungsnotiz

Der „Wilde“ Osten war ja schon immer etwas surrealer, verrückter, märchenhafter. Unsere spätmoderne westliche Müdheit an den Klischees überkommt die Wirklichkeit nicht und reicht auch längst nicht an sie heran.

Aus einem Artikel Meldung aus dem FAZ (noch nicht online, Meldung aus dem Perlentaucher):

„Seit 2006 siedelt in diesem Gebäude die Prager Stadtverwaltung und zahlt laut Vertrag, der für mehrere Jahre abgeschlossen ist, 210,6 Millionen Dollar Miete an eine in einem Steuerparadies registrierte Firma, deren Besitzer unbekannt ist. Das ist das Vierfache des Kaufpreises, für den dieses Gebäude der Stadt Prag angeboten worden war.“

Trügt das Gefühl, so etwas an Minder-Raffinesse wäre „im Westen“ nicht (mehr) möglich – oder ist das nun seinerseits schon wieder naiv?

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